CALVIÀ
Die Welt der Landgüter

Nach der Eroberung wurden die Ländereien, die dem Bischof von Barcelona, Berenguer de Palou, zugefallen waren, neu bevölkert. Zu Zeiten des Königs Sancho ließ sich hier der Hofstaat aus dem Vertrag zwischen dem weltlichen Herrscher und dem Kirchenfürsten nieder.

In einem Gebiet der mageren und trockenen Ländereien hatte die intensive Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen in den Tälern im Inland und im Gebirge starke Auswirkungen auf die Landschaft. So finden sich Felder, Wege, Brunnen, Absperrungen, Baracken und Steinhäufen zwischen den großen und reichen Landgütern, die immer noch den produktivsten Ländereien vorstehen.

In den Ortskernen von Calvià und Capdellà gibt es die eindeutigsten Beispiele der Entwicklung der menschlichen Tätigkeit zu sehen, die in anderen Gegenden des Gemeindegebiets durch den Fremdenverkehr verschwunden sind. 

Molins de Galatzó

Molinos de Galatzó (M. A. Escanelles)

Das Dorf und der alte Weg von Galilea

An der Kreuzung der Wege von Andratx, Santa Ponça, Bendinat und Puigpunyent steht die Kirche Església de Sant Joan Baptista (1). Von der Carrer Major aus gelangt man über die Carrer de sa Capelleta (2), wo sich das Oratorium und das Kreuz befinden, zur Carrer de Son Mir. Der asphaltierte Weg führt in das Tal Vall Negra, eine Umgebung mit früher Besiedelung. Der alte Verlauf des Weges Camí Vell de Galilea verläuft geradeaus in Richtung Norden nach Son Font. Innerhalb von Sa Coma sind die Wasserrinne und die Zisterne Aljub del pou Nou (3), die vom Dorfbrunnen gespeist wird, erhalten. Beide sind Paradebeispiele der Volksarchitektur.

Nach Durchlaufen des Erschließungsgebiets Son Font und einiger landwirtschaftlicher Flächen führt der auf einigen Abschnitten gepflasterte Weg in Reichweite des Puig de na Bauçana nach Sa Plana hinauf, wo sich ein fantastischer Ausblick bietet, um dann die Verbindung zum Coll des Molí de Vent (Ma-1032) in der Nähe von Galilea herzustellen.

Pou Nou

Pou Nou (Vicenç Sastre)

Es Capdellà und die öffentliche Liegenschaft Galatzó

Das Dorf entstand Ende des 17. Jahrhunderts, als einige Tagelöhner sich auf den Landgütern in der Nähe der Kreuzung der Wege von Peguera, Andratx-Calvià und Galatzó niederließen. Auf dem Weg Camí de Galatzó gelangt man über den Coll Gomà in das Tal und zu den Häusern Cases de Galatzó (1). Im 18. Jahrhundert gehörten sie dem Grafen Ramon Safortesa (Compte Mal), der nach der Legende noch heute auf einem schwarzen Pferd erscheint, um erlöst zu werden. An der großen, mit Kieselsteinen geschmückten Fassade fallen das Außenportal, das Zugang zum Haupthof gewährt, und das Portal der Kapelle ins Auge. Im Haupthof kann die Ölmühle besichtigt werden. Ein System aus Wassermühlen und Wasserbecken dominiert den Garten. Der Weg von Ses Sínies zeigt eine Abfolge ethnologischer Bauwerke: den Brunnen Font de sa Cometa (2), die Kalköfen von Na Llaneres, Barracken und Kohlenmeiler, sowie die Naveta und den Brunnen Pou de ses Sínies (3).

Cases de Galatzó

Casas de Galatzó (M. A. Escanelles)

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Pou Nou
Molins de Galatzó
Cases de Galatzó
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Routen und Sehenswürdigkeiten

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Cases de Galatzó
Calvià: Es Capdellà und die öffentliche Liegenschaft Galatzó Das Dorf entstand Ende des 17. Jahrhunderts, als einige Tagelöhner sich auf den Landgütern in der Nähe der Kreuzung der Wege von Peguera, Andratx-Calvià und Galatzó niederließen. Sehen Route
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Pou Nou
Calvià: Das Dorf und der alte Weg von Galilea An der Kreuzung der Wege von Andratx, Santa Ponça, Bendinat und Puigpunyent steht die Kirche Església de Sant Joan Baptista (1). Sehen Route