FORNALUTX
Bergstraßen und -wege

Aufgrund ihrer extremen Orographie ist diese Gemeinde vielleicht das beste Beispiel für die Nutzung des Naturraums mit Anbauterrassen und die Ausnutzung der Wasser- und Waldressourcen. Die uralten Bewirtschaftungstechniken waren bereits zur Römerzeit bekannt. Die Ölproduktion stellte zusammen mit den zur islamischen Zeit eingeführten Anbautechniken, die dem Hang Leben verleihen, die wichtigste Anbaufläche. In Fornalutx fließen nahezu achtzig Brunnen und es gibt einige Wassermühlen. Die Erzeugung von Eis in den Schneehäusern (künstlichen Gruben) auf dem Berg und der diesbezügliche Handel für medizinische und gastronomische Anwendungen boten zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert ein gutes Geschäft, bis sie durch die industrielle Kälteproduktion abgelöst wurden.

Molí d'aigua Binibassí

Molino de agua de Binibassí (Vicenç Sastre)

Die Wege von Fornalutx

Das Dorf hat sein Dorfbild in traditioneller Architektur mit gepflasterten und stufigen Gassen, maurischen Dachziegeln, Nischen mit Heiligenbildern, Herrenhäusern und Verteidigungstürmen erhalten. Der Dorfkomplex gilt als einer der schönsten Spaniens.
Vom Kirchplatz Plaça de l’Església (1) aus, dessen Kirche der Geburt der Gottesmutter gewidmet ist, startet der Spaziergang über die Carrer de Sant Sebastià, wo sich der Gasthof Posada de Bàlitx (2) befindet, und über die Carrer de Sant Joan, wo Can Bisbal steht. Später trifft man auf den mit modernistischer Kunst bereicherten Friedhof. Eine Piste, die auf ein Steinpflaster trifft, führt zum alten islamischen Weiler Binibassí (3). Das Wasser aus der nahe gelegenen Quelle, das in einem Kanal aufgefangen wird, bewegt eine Wassermühle und versorgt noch heute die Waschhäuser und die Gärten der Umgebung. Die Haupthäuser verfügen über einen Verteidigungsturm, eine Ölmühle und eine Kapelle. Hier befindet sich der Anschluss zum Fernwanderweg GR221, der von Sóller her in Richtung Biniaraix abbiegt.

Barranc de Biniaraix

Barranco de Biniaraix (Marcos Molina) 

Über einen stufigen Weg gelangt man zum Weiler Biniaraix, der auf einem Hügel erbaut und als historischer Komplex zum Kulturgut erklärt wurde. Auf dem kleinen Platz erhebt sich die Kirche Església de la Concepció aus dem 16. Jahrhundert (4). Neben den Waschhäusern erhebt sich Cas Don mit dem Wappen der Familie Pinopar. Von hier aus startet der Weg Camí vell de Lluc (GR 221), der in die Schlucht Barranc de Biniaraix führt, die aufgrund des großen Reichtums an Elementen wie Anbauterrassen und Unterständen, sowie aufgrund des Wegs selbst, dem ausgearbeitetsten der ganzen Serra, zum Kulturgut erklärt wurde. Der Weg Camí de Monnàber führt mit Blick auf Fornalutx hinauf bis in die Gegend von Ses Planes. Auf dem Weg Camí des Creuer erreicht man das Dorf. Wenn man dem Weg Camí des Mas weiter folgt, gelangt man zum Brunnen Font de s’Alqueria (5), der Nahe beim Gießbach liegt. In der Carrer de sa Font (6) finden sich bemalte Dachziegel an den Häusern Casa des Pouador und Can Xoroi, wo noch die Ölmühle erhalten ist. Hier ist der Turm Torre de Ca n’Arbona zu sehen, der heute als Rathaus dient. In der Carrer de Cas Metge Mayol steht der Turm von Casa d’Amunt (7), dem ehemaligen Gasthaus Montcaire.

Torre de Ca n'Arbona

Torre de Ca n’Arbona (Vicenç Sastre)

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Barranc de Biniaraix
20_fornalutx

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